Natur
Der Findlingspark Nochten: 7.000 Steine aus Skandinavien
Auf ehemaligem Tagebaugelände liegt ein Park, der aus dem besteht, was die Eiszeit hier liegen gelassen hat.
Die Idee klingt zunächst sonderbar: ein Park aus Steinen. Aber der Findlingspark Nochten funktioniert, und zwar besser, als die Beschreibung vermuten lässt.
Rund 7.000 Findlinge liegen hier, verteilt auf sieben Gartenwelten. Findlinge sind Steine, die Gletscher während der Eiszeit aus Skandinavien bis hierher geschoben haben. Beim Braunkohleabbau kamen sie zu Tausenden wieder ans Licht. Statt sie zu zerkleinern, hat man daraus einen Park gemacht, der 2003 eröffnet wurde und seither fast anderthalb Millionen Besucher hatte.
Was den Ort besonders macht
Der Untergrund ist rekultiviertes Tagebaugelände. Hier war vor wenigen Jahrzehnten ein Loch. Dass daraus eine Heidelandschaft mit Gräsern, Kiefern und Wasserflächen geworden ist, ist der eigentliche Inhalt des Parks, auch wenn die Steine die Hauptrolle spielen.
Die Gartenwelten sind unterschiedlich gestaltet, von japanisch anmutend bis fast steppenhaft. Wer sich für Pflanzen interessiert, findet Beschilderung. Wer nur spazieren will, läuft einfach.
Praktisch
Von Weißwasser sind es rund zwölf Kilometer, gut eine Viertelstunde mit dem Auto. Für eine Runde reichen ein bis zwei Stunden, die Wege sind eben und auch mit Kinderwagen machbar. Es wird Eintritt erhoben, und der Park ist saisonal geöffnet. Sehen Sie vorher nach.
Schatten ist rar. An heißen Tagen früh oder spät hingehen und Wasser mitnehmen.
Gleich in der Nähe liegt der Aussichtspunkt am Tagebau Nochten. Wenn Sie schon dort sind, nehmen Sie ihn mit: Der Blick in die Grube und auf die rund 600 Meter lange Förderbrücke erklärt in fünf Minuten, wovon diese Region jahrzehntelang gelebt hat.
Öffnungszeiten, Preise und Fahrpläne ändern sich. Sehen Sie vor dem Besuch bitte beim jeweiligen Anbieter nach. Stand dieses Beitrags: 8. September 2026.
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