Natur
Der Muskauer Faltenbogen, ein UNESCO-Geopark über drei Regionen
Eine Eiszeit hat die Erdschichten hier hochkant gestellt. Man sieht es der Landschaft bis heute an.
Der Muskauer Faltenbogen ist eines der Dinge, die man erst versteht, wenn jemand es einmal erklärt hat. Von oben, auf der Karte, sieht man einen Hufeisenbogen von etwa zwanzig Kilometern Durchmesser. Der ist kein Zufall.
Vor rund 340.000 Jahren schob ein Gletscher von Norden gegen den Untergrund und stellte die Erdschichten dabei hochkant, wie ein Teppich, der sich vor einer Tür aufwirft. Dadurch kamen Braunkohle und Ton dicht an die Oberfläche. Genau deswegen wurde hier später abgebaut, und genau deswegen ist diese Region industriell geworden.
Was man draußen davon sieht
Die auffälligsten Spuren heißen Gieser: lange, schmale, parallel verlaufende Senken, oft mit Wasser gefüllt. Dazu kommen viele kleine Seen, Quellen, Moore und die Findlinge, die der Gletscher aus Nordeuropa mitgebracht hat.
Manche der Seen haben ungewöhnliche Farben, von rostrot bis türkis. Das kommt von den Mineralien im Untergrund und aus der Zeit des Bergbaus. Baden sollte man darin nicht.
Grenzüberschreitend
Der Geopark umfasst rund 580 Quadratkilometer und liegt in drei Regionen: im brandenburgischen Amt Döbern-Land, mit seinem Scheitelpunkt in Sachsen bei Weißwasser und mit dem östlichen Teil in der polnischen Woiwodschaft Lubuskie. Er trägt den Titel UNESCO Global Geopark, und Deutschland und Polen betreiben ihn gemeinsam.
Wie man hingeht
Es gibt markierte Wanderwege und Informationspunkte, unter anderem einen Aussichtsturm am Felixsee. Für einen ersten Eindruck reicht eine Halbtagestour. Feste Schuhe sind Pflicht, die Wege sind naturbelassen, und rund um alte Bergbauflächen sollte man auf den Wegen bleiben.
Öffnungszeiten, Preise und Fahrpläne ändern sich. Sehen Sie vor dem Besuch bitte beim jeweiligen Anbieter nach. Stand dieses Beitrags: 8. September 2026.
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