Überblick
Zwölf Ausflugsziele rund um Weißwasser, die sich lohnen
Ein Überblick über die Ecke: Landschaftsparks, eine Schmalspurbahn, Seen, Findlinge und ein Eisstadion. Alles innerhalb einer Autostunde.
Weißwasser hat einen Ruf als Industriestadt, und der stimmt auch. Was viele überrascht, die zum ersten Mal herkommen: Die Stadt liegt mitten in einer Ecke, in der auf engem Raum ziemlich viel Unterschiedliches passiert. Ein Landschaftspark, der zum Welterbe gehört. Eine Schmalspurbahn, die tatsächlich noch fährt. Ein Tagebau, in den man hineinschauen kann. Und ein Eisstadion mit einer Geschichte, die weiter zurückreicht als die meisten Vereine im deutschen Eishockey.
Wer hier ein paar Tage bleibt, kommt mit dem Auto überall in unter einer Stunde hin. Diese zwölf Ziele wären meine Reihenfolge.
Wenn Sie nur einen halben Tag haben
Der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau ist der offensichtliche Kandidat, rund zwanzig Autominuten entfernt. 545 Hektar Landschaftspark, angelegt zwischen 1815 und 1845, seit 2004 UNESCO-Welterbe, und die Hälfte davon liegt auf polnischer Seite. Man kann eine Stunde durchlaufen oder einen ganzen Tag.
Der Park in Kromlau liegt auf dem Weg dorthin und ist der kleinere, wildere Bruder. Berühmt ist er für die Rakotzbrücke, die sich im Wasser zu einem Kreis schließt. Im Mai und Juni, wenn die Rhododendren blühen, ist es dort voll, und das aus gutem Grund.
Der Findlingspark Nochten ist eine Überraschung: 7.000 Steine, die Gletscher aus Skandinavien hergeschoben haben, angeordnet in sieben Gartenwelten auf rekultiviertem Tagebaugelände.
Wenn Sie einen ganzen Tag haben
Die Waldeisenbahn Muskau fährt mit 600 Millimetern Spurweite, das ist eine der schmalsten Bahnen des Landes. Sie verbindet Weißwasser mit Kromlau und Bad Muskau, und wer sie nimmt, braucht das Auto an dem Tag nicht.
Der Bärwalder See ist aus einem Tagebau entstanden und heute einer der größten Seen Sachsens. Baden, Segeln, Surfen. Rund eine halbe Stunde Fahrt.
Der Geopark Muskauer Faltenbogen zieht sich über rund 580 Quadratkilometer durch Sachsen, Brandenburg und Polen. Die auffälligen langen Senken in der Landschaft, die hier Gieser heißen, hat eine Eiszeit hineingedrückt.
Der Aussichtspunkt am Tagebau Nochten zeigt, wovon die Region jahrzehntelang gelebt hat. Die Förderbrücke in der Grube ist rund 600 Meter lang, und das versteht man erst, wenn man davorsteht.
Für Regentage und Abende
Das Glasmuseum in der Villa Gelsdorf, fünf Gehminuten vom Bahnhof, erzählt, warum diese Stadt einmal Stadt des Glases hieß.
Ein Heimspiel der Lausitzer Füchse in der Eisarena ist der Abend, den Besucher am ehesten in Erinnerung behalten. Der Verein spielt in der DEL2 und geht auf einen Klub von 1932 zurück.
Görlitz ist rund fünfzig Autominuten weg und hat eine Altstadt, die den Krieg fast unbeschadet überstanden hat.
Cottbus liegt in die andere Richtung, ähnlich weit, mit Theater, Kino und größerem Einkauf.
Und schließlich der Stadtwald in Weißwasser selbst, für die Runde nach Feierabend, wenn man nicht mehr ins Auto steigen will.
Öffnungszeiten, Preise und Fahrpläne ändern sich. Sehen Sie vor dem Besuch bitte beim jeweiligen Anbieter nach. Stand dieses Beitrags: 8. September 2026.
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